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Kroketten ( Pane e Panelle )

“Panella”, Kroketten und die Backstuben von Palermo

Die Geschichte der Gastronomie der Mittelmeerbevőlkerungen ist reich und vielfältig.
Eines der Ersten und wichtigsten Nahrungsmittel ist die Kichererbse, eine Pflanze die im Mittelmeer weit verbreitet war.
Die Araber, die Sizilien vom 9. bis zum 11. Jahr. dominierten sind auf die Idee gekommen den Samen dieser Pflanze zu mahlen und das erzeugte „Mehl“ mit Wasser zu vermischen um eine Brűhe zu erhalten, die aber keinen besondern Geschmack hatte. Nachher wurde diese Brűhe ausgeweitet und an der Luft trocknen lassen um wiederum gebacken zu werden. Somit erhielt man einen besseren Geschmack und dies war die erste „pannella“.

Heute werden die so vorbereitet: die gemahlte Kichererbse wird in Salzwasser und Petersilie langsam durch ständigem rűhren aufgelőst bis es zu einer dicken Brűhe wird, so wie die Polenta. Diese Masse wird dann in einer Form , die aus Buchenholz extra zu diesem Zweck handwerklich hergestellt wird, trocknen laβen. Der Historiker Pitè, beschrieb diese Buchenholzformen, einige waren sogar geschnitzt gewesen, das beliebteste Muster war die Fischgrätenform, da die panella nach der Bratung aussah wie frischer Fisch, ein Mahl, das sich die Armen nicht erlauben konnten.
Die „pannella“ ist etwas was man nur in Palermo und Umgebung zu essen bekommen kann. Sie werden in einem weichen Brőtchen „mafalda“ genannt gegeben und wird warm serviert. Das ist die „Pane e Panelle“ und stellt ein typisches Imbiss der Palermitaner dar.

Das gleiche geschah mit den Kroketten, die auch aus eine Pflanze entstanden, die vor 500 Jahren in Europa eingefűhrt wurde; die Kartoffel. Auch wenn die Kroketten weniger typisch sind werden sie, reichlich mit Petersilie und Pfefferminz gewűrzt und oft werden sie zusammen mit den pannellas auf der Theke der Backstuben angeboten.
Auch die Auberginen finden groβe Verwendung in den Backstuben. Die Auberginen werden das Fleisch der Armen genannt und auch sie werden nach der Bratung ins weiche Brőtchen gegeben und werden im Volksmund „Wachtel“ genannt wegen ihrer Form die sie bekommen nachdem sie gebraten wurde.
Die Backstuben gehen auf antike Traditionen Grossgriechenlands zurűck, die „Thermopollium“ genannt wurden, Gastätte der Griechen, wo die Befőlkerung schnell ein warmes Mahl bekam um es auf den Strassen zu verzehren. Heute sind die Bratstuben űberall da, wo sich grosse Menschenmenge bewegen, wie Einkaufszentren, Banken, Bűros, Universitäten, Schulen, usw. und stellen ein „fast-food“ der Palermitaner dar.

Die Kichererbse ist eine Hűlsenfrucht mit reichhaltigen Nahrungsstoffen und stammt aus dem Orient, sie wurde auch in Italien angepflanzt, aber die Ernte war immer sehr bescheiden. In Sizilien wird sich noch angepflanzt, aber ansonsten wurde sie mit Erbsen und Bohnen ausgetauscht.

Was ich Ihnen geschildert habe hat nichts zu tun mit der direkten Erfahrung diese Imbisse zu kosten. Den geneigten Reisenden lade ich ein diese Backstuben aufzusuchen um meine detaillierte Beschreibung selbst zu prűfen.

Übersetzung:
Rita Milazzo


©Carlo Di Franco per PalermoWeb.com

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