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"Sfinciune" e "Meusa"

„Sfinciune“ (sfinschune) von Palermo – Lo sfincione palermitano

Der „sfinciune „ist ein typisches Gericht von Palermo, das vorwiegend in der Weihnachtszeit gegessen wurde. Es ist vergleichbar mit der Pizza aus Neapel.

Es war ein Gericht der Armen und entstand aus der Not und Unzufriedenheit das sich vorwiegend bei groβen Feierlichkeiten bemerkbar machte , man wollte nicht immer das normale Brot anbieten , sondern  alles  Schmackhafter und vor allem Anders.

Vielleicht ist es arabischen Ursprungs (Mehl und Hefe), aber der Name ist Sizilianisch, denn mit dieser Bezeichnung (Sfincione) wird in Sizilien etwas weiches benannt, da der Teig, anders wie bei der neapolitanischen Pizza , weicher und dicker sein muβ.

Heute ist aus diesem Festmahl ein Alltägliches geworden, űberall ist es mőglich die sfincione zu kaufen.

Die sfincione ist wie gesagt  weich, der Teig wird zweimal gären lassen da er mit mehr Wasser als űblich geknetet wird, so erhält man einen lockeren Teig, danach wird es nach belieben geformt entweder rund oder eckig.

Auf diesem Teig kommt Tomatensauce, Sardellen, ganz dűnn geschnittene Zwiebeln, Schafskäse  aber das wichtigste ist das Paniermehl, ohne das darűber gestreute Paniermehl ist es keine sfincione.

Eine andere Wichtigkeit besteht das Einbacken: es darf nur ein Holzofen sein.

In Bagheria (eine Stadt in der Provinz von Palermo) gibt es noch zwei Holzofen die aus dem XIX Jahr. sind. Sie haben noch die typische romanische Form, das heiβt rund und mit Kuppel. Diese Art von Backofen war in ganz Europa weit verbreitet.


Die  Milzbrőtchen (Pane con la meusa)

Die Geschichte de Milzbrőtchen ist alt und fängt im jűdischen Stadtviertel Palermos an. Die Juden wurden in Sizilien bis zum Jahr 1492 geduldet. Sie lebten getrennt von den Einwohnern Palermos und verdienten ihr Geld  von ihren handwerklichen Produkten. Einige von ihnen waren spezialisierte Schlächter und arbeiteten in den Schlachthőfen der Stadt. Der damalige Schlachthof befand sich, bis 1837, in dem Stadtviertel „ Capo“, in der Nähe gab es eine Piazza , wo das Fleisch und die Innereien verkauft wurden.

Die jűdischen   Metzger lieβen sich nicht mit Geld bezahlen, ihre Religion verbot es, sie lieβen sich aber mit den Innereien der geschlachteten Tiere bezahlen.

Um  aus diesen Innereien Geld zu erwerben erfanden sie ein neues Gericht: die Innereien wurden gekocht und  somit sterilisiert und dann belegte man  damit ein weiches Sesambrőtchen um es auf  den Straβen  den gnädigen Christen zu  verkaufen. Diese wiederum verzehrten gerne diese Brőtchen da man kein Besteck brauchte, nach Art der Moslems.

Zu jener Zeit war es aber auch űblich Brőtchen mit „ caciocavallo“ (sűditalienischer Käsesorte) zu essen, daβ von dem «caciotaru” (Käsehändler und Koch ) vorbereitet wurde. Die Besonderheit dieser Brőtchen war, daβ sie zuerst in warmen Schmalz getaucht wurden und dann mit den fein geschnittenden cacicavallokäse belegt, es gab die Illusion nach Fleisch zu schmecken.

Schmalz wurde von den Spaniern erfunden, die es „saim“ nannten, heute noch wird Schmalz im sizilianischem Dialekt „ saima“ genannt. Der Schmalz wurde in dem alten Schlachthof von Palermo industriell hergestellt und in allen spanischen Kolonialbesitze exportiert.

Nachdem die Juden vertrieben wurden ergab es sich, auf ganz natűrlicher Weise diese zwei Zukosten  zu vereinen. Der „ caciotaru“ war derjenige der das Zusammenbrachte. Er kaufte vom Metzger Milz, Lunge und Trachea , kochte sie und schneidet sie  in ganz dűnnen Scheiben, die dann in Schmalz geschmort wurden. Dieser Erfolg  űberlebt  heute noch.

Im XIX Jahr. , in einem „Art Nouveau Stil“ entstanden die Imbisstuben in Palermo, wo man am Tisch  die leckeren Brőtchen  von eleganten Kellnern serviert bekam.

Eines der antiksten Lokale Palermos ist die Imbisstube von „San Francesco“, genau Gegenűber der Sankt Franziskuskirche . Sie wurde 1834 erőffnet und gehőrt zu den hundert ältesten Lokalen Italiens.

Viele Einwohner von Palermo versuchen es diese Milzbrőtchen zu Hause herzustellen, aber vergeblich, nur der „cacitaru“ versteht es sie schmackhaft vorzubereiten und anzubieten.


Die Schlűβel des Sankt Petrus (Le chiavi di S. Pietro)

Es gab einmal ein Stadtviertel in Palermo das vorwiegend von Fischern  und Fischverkäufer bewohnt war. Die Einwohner wurden „SanPetrani“ genannt, da sie St.Petrus andachten.

Der Sankt Petrusviertel hatte keine ihm geweihte Kirche, trotz allem wurde er am 29 Juni ein groβes Fest gewidmet. Es handelte sich mehr um ein Volksfest und hatte mehr einen  naschenden Hintergrund. In der Nacht des 28 zum 29 Juni wurde unter , der Festbeleuchtung, gekochte und mit Petersilie aromatisierte Schnecken gegessen, das mit nacher mit viel Wein getränkt wurde.

Tagsűber wurden die „tavuleddi“ (vollbegeckte Tische) organisiert, und den Kindern wurde eine spezielle Sűβigkeit geschenkt Es handelt sich um ein aus Honigteig weiches Biskuit in Form eines Schlűβels: Symbol Sankt Petrus. Um den Schlűβel zu verschőnern wird er nach dem backen  mit Honig bepinselt und mit gefärbten Zuckerstűcken bestreut, die beliebtesten Farben waren Rot, Weiβ, Grűn.

Es gehőrte zu den Liebesgalanterien, das der Verlobte,  seiner zukűnftigen  Frau  ein Sankt Petrusschlűβel zu verschenken, es sollte  ihr Herz őffnen.

Der Stadtviertel wurde im 2. Weltkrieg durch ein Bombenangriff zerstőrt und nicht wieder aufgebaut, nur die Tradition der Herstellung des Paradiessymbol  űberlebt, in vielen Konditoreien Palermos kann man sie noch heute  die Sankt Petrusschlűβel kosten.

Übersetzung:
Rita Milazzo


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